Lebendige Traditionen

Der Grenzpfad Napfbergland durchquert Regionen, in denen besonders viele alte Traditionen weiterleben. Verschiedene dieser Traditionen wurden in die "Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz" des Bundesamts für Kultur (BAK) aufgenommen. Gemäss dem von der Schweiz 2008 ratifizierten UNESCO-Übereinkommens soll für diese kulturelle Praktiken sensibilisiert werden. Nachfolgend finden Sie Hinweise für unterwegs und Direktlinks auf die entsprechende BAK-Seite.

Wässermatten

Rotaler WaessermattenEin 1.5 km langer Abschnitt des Grenzpfads verläuft zwischen St. Urban LU, Altbüron LU und Melchnau BE durch die Rottaler Wässermatten. Zusammen mit den Wässermatten an Langete und Önz gehören diese "ewigen Wiesen" an der Rot zu den letzten Zeugen dieser einstmals verbreiteten Nutzungsform. Mehr als 20 Landwirte leiten abwechslungsweise Wasser auf die Matten. Deshalb ist die Chance hier besonders gross, diese lebendige Tradition direkt mitzuerleben. www.lebendigetraditionen.ch Externer Link, Wässermatten am Grenzpfad


Hornussen

HornussenTeilweise nur ein paar Hundert Meter vom Grenzpfad schlagen die Hornusser die "Nouss" mit elastischen Stecken  über das Spielfeld. Dieses typische schweizerische Mannschaftsspiel wird etwa in Langenthal BE, Balzenwil AG, Obersteckholz BE, Gondiswil BE, Huttwil BE, Eriswil BE, Wasen BE, Hergiswil am Napf LU, in Langnau BE und Röthenbach BE ausgeübt. In Absprache kann das Hornussen vielerorts mitverfolgt oder gar ausprobiert werden. 
www.lebendigetraditionen.ch Externer Link


Jassen

JassenEntlang dem Grenzpfad wird in gemütlichen Restaurants und Alpbeizli sehr oft gejasst. Weil der Grenzpfad wiederholt die Kulturgrenze Bern-Zentralschweiz überquert, stösst man abwechslungsweise auf die französischen und die deutschen Jasskarten. Nur in wenigen Lokalen, so etwa im Rössli Roggwil (BE), im Klostergasthaus Löwen St. Urban (LU) oder im Bergrestaurant Ahorn (LU / BE) wird regelmässig mit beiden Sorten Jasskarten gespielt.
www.lebendigetraditionen.ch Externer Link, Jassen am Grenzpfad


Köhlern im Entlebuch

KöhlernNur 2-3 km vom Grenzpfad entfernt schichten Landwirte aus Bramboden und Romoos im Nebenerwerb Holz zu sogenannten Meilern auf. Anschliessend zünden die letzten Köhler der Schweiz das Holz im Innern des Meilers an und drosseln den Verbrennungsprozess während zwei Wochen, damit das Holz nur glimmt. Dabei entsteht Holzkohle, welche früher in der Stahlindustrie Verwendung fand, heute jedoch fürs Grillieren gebraucht wird. In Absprache können Meiler besichtigt und Führungen gebucht werden.
www.lebendigetraditionen.ch Externer Link, Köhlern in Bramboden, in der Nähe vom Grenzpfad


Betruf in der Zentralschweiz

Betruf"Der Betruf ist ein traditionelles Gebet der Sennen und Hirten, das in der Zeit der Vieh-Sömmerung auf vielen Alpen der Zentralschweiz täglich gerufen und gesungen wird. Am Ende eines langen Arbeitstags sucht ein Älpler - in der Regel der Obersenn - ein geeignetes, wenn möglich erhöhtes Plätzchen auf... Der Sprechgesang des Betrufers hat die Funktion eines Schutzrituals..." So umschreibt es die Internetseite der Lebendigen Traditionen. Die dort aufgeführte Foto stammt von einer Alp direkt am Grenzpfad. www.lebendigetraditionen.ch Externer Link, Betruf beim Erigsmoos, in der Nähe vom Grenzpfad


Berner Bär

BaerDer Bär ist aus dem Leben der Berner nicht wegzudenken. Ob Berner Bärenpark, "Bärenbande" an der Langenthaler Fasnacht oder die zahlreichen Gasthöfe mit dem Namen "Bären"; der Bär hat hohen Symbolwert und ist im gesamten Kanton Bern identitätsstiftend. Der "älteste Bären" (Gasthof) wurde 1356 erstmals urkundlich erwähnt und steht am Grenzpfad-Etappenort Trubschachen.

www.lebendigetraditionen.ch Externer Link, Gasthof Bären Trubschachen, am Grenzpfad


Brienzer Holzschnitzerei

Brienzer Holzschnitzerei"Im Hungerjahr 1816 begann der Brienzer Drechslermeister Christian Fischer Gebrauchsgegenstände mit Schnitzereien zu verzieren und diese den Touristen zu verkaufen. Um einer stetig wachsenden Nachfrage nachzukommen, bildete er bald auch Leute aus der Region in diesem Kunsthandwerk aus." So weit zurück liegen laut der Internetseite der Lebendigen Traditionen die Anfänge der Schule für Holzbildhauerei in Brienz. Kein Wunder gibt es in Brienz auch ein Museum für Holzbildhauerei. www.lebendigetraditionen.ch Externer Link, Brienzer Holzschnitzerei in der Nähe vom Grenzpfad


Schwingen

SchwingenEntlang des Grenzpfads pflegen Schwingerklubs in Langenthal, Huttwil, Trub, Siehen (Eggiwil), Brienz und Meiringen diese lebendige Tradition. In der Zentralschweiz sind es vorab der Schwingklub Entlebuch und die Schwingersektionen Giswil und Lungern, die den Nachwuchs trainieren. Jeweils am letzten Sonntag des Juli treffen die "bösen" Zentralschweizer Schwinger beim Brünigschwinget auf die "bösen" Berner. In der neuen Schwingerarena messen jeweils über 100 Teilnehmer ihre Kräfte, angefeuert von 6000 Zuschauern.
www.lebendigetraditionen.ch Externer Link, Schwingen auf dem Brünig, am Grenzpfad